Hallo liebe Freunde und Feinde!
Rock am Ring 2007 ist zuende und übrig geblieben ist nur Schrott, Müll und 1000000 leere Bierflaschen. Was ein edles Wochenende!
Alles begann am donnerstagmorgen. Paddel und ich haben unmengen an Dosenfraß, 5-Minuten-Terrinen und Alkohol gekauft. Bis kurz davor stand übrigens noch nicht fest, wie wir schlafen sollten, da mein Zelt auf unerklärliche Weise verschwunden war. Gottseidank konnte uns der Jünni mit einem schönen Zelt aus seiner Zaubergarage aushelfen...trotzdem kauften wir uns für 15€ ein weiteres Zelt bei Ratio. Jenes sollte als "Bierzelt" dienen. Gegen 14:00 Uhr fanden sich alle Mitreisenden im Hause Steinberg ein und nach 2 Stunden intensiven Verladens machte sich die kleine Reisegruppe richtung Eifel auf. Bereits an der Raststätte Wildeshausen mussten wir die Fahrt unterbrechen, da die waghalsige Gepäckkonstruktion auf Jans Auto zu fallen drohte. Doch auch dieses Problem wurde schnell aus der Welt geschafft. Nach einer dreistündigen Reise durch unser schönes Land erreichten wir allmählig den alterwürdigen Nürburgring. Leider schloßen sich an die Fahrt weitere drei Stunden Wartezeit auf einen Parkplatz an. Schließlich konnten wir im Dunkeln irgendwann unser Zelt auf dem sogenannten Krebsberg aufschlagen. Danach wurde gegrillt und Bier verhaftet. Die Ruhe vor dem Sturm....
Bereits an jenem ersten Abend wurde über den gesamten Campingplatz immer wieder lauthals nach einer Helga gerufen. Rasch befiel alle Leute das "Helgafieber". Über das gesamte Wochenende wurde immer wieder laut nach Helga gerufen. Aufgetaucht ist sie nie. Warum fanden wir auch bald heraus; denn offenbar wurde schon in den Vorjahren verzweifelt nach ihr gesucht...Helga ist ein Rock am Ring Phantom. Wer weiß, vielleicht lebt sie schon gar nicht mehr.
Am freitagmittag machten wir uns zum Festivalgelände auf. Ein extrem langer Fussmarsch, der uns auch durch das beschauliche Örtchen Nürburg führen sollte. Auf diesem Weg wurde wir zum ersten mal Zeugen vom Ausmaß dieses Festivals. Asoziale Camper(so wie wir) soweit das Auge reicht. Einige waren offenbar schon Festival erprobt und hatten riesige Pavillions, ausgestattet mit lauten Soundanlagen, aufgebaut. Bald war das Festivalgelände erreicht. Überall wild ausehende Menschen mit riesigen Pornobrillen. Endlich normale Leute....Das Festivalgelände war wirklich beeindruckend groß und vielfältig. Zu den wichtigsten Konzerten dieses Tages gehörten Gogol Bordello(Gypsy Punkrock; größter Asi ever), Razorlight und Jan Delay & Disko No. 1. Letzterer wusste anscheinend nicht, dass seine Spielzeit begrenzt ist: nachdem er seinen Schlager "Feuer" zum besten gegeben hatte verließ er fluchtartig und wütend die Bühne und sagte noch:"Wir dürfen nicht mehr. Tschüß! Hurensöhne!" Trotzdem ein großes Konzert. Am Ende des Abends standen noch die Arctic Monkeys und die White Stripes auf dem Programm. Schließlich gingen wir todmüde und erschöpft den langen Weg nach Hause um bei Bier und Whisky den Tag Revue passieren zu lassen.
Der nächste Tag begann mit einem ca. 5 stündigen Frühstück, bestehend aus Ravioli, Grillgut, 5-Minuten-Terrine, Bier, Wodka und Whiskey. Umranded wurde dieses aussergewöhnliche Frühstück von einem Fußballspiel a la Werner. Zwei Bälle wurden willkürlich von jedem der mitmachen wollte über den gesamten Krebsberg geschossen. TuS Chemokloake gegen TSV Isomatte...
Wir selbst hatten unseren eigenen Wettkampf erfunden: Wer eine leere Hohes C-Flasche mit dem meisten Urin auffüllte, hatte gewonnen.
Ursprünglich wollten wir den Tag mit den Kaiser Chiefs beginnen, aber das fiel leider aus, da alle auf einmal tierisch betrunken waren. Dennoch waren Beatsteaks und Mando Diao pflicht. Also zogen wir gegen Abend volltrunken los. Einige mussten leider kurz vorm Ziel umdrehen...Mando Diao war trotzdem großartig, auch wenn Fabian und der kleine Koch das nicht wahrhaben wollen:-D
Als endlich die Beatsteaks dran waren, kam Paddel und mein großer Augenblick: Ab in die Menge!!!! Pogen, stinken, tanzen, feiern...we had a great time!
Lange hielt ich es allerdings nicht in der heißen, treibenden Menge aus und zog mich zurück...das heißt, ich marschierte ins "Rockshakers", ein Trinkzelt wo Michaela arbeitete und mich mit Whisky Cola versorgt hat. Ein fataler Fehler...vom Beatsteakskonzert habe ich nicht mehr viel mitbekommen und bin schließlich noch besoffener als vorher zurück zum Zelt gedackelt. Hierbei machte ich die Bekanntschaft mit einem anderen Festivalbesucher. Ich weiß jetzt leider nicht mehr worüber wir uns unterhalten haben. Es muss ein ziemlich primitives Gespräch gewesen sein. An einem Dampfnudelstand traf ich dann die anderen wieder und von da an war es ähnlich wie in Dankern: Der Abend ist nur schwer rekonstruierbar. Ich glaube wir haben noch mein Auto zur Disko umfunktioniert und das Dach von Jans Auto zur Tanzfläche...
Der nächste Morgen war hart. Ich wusste nicht mehr ganz genau was passiert war. Trotzdem kämpfte ich mich um 15:00 Uhr zum Revolverheldkonzert. Danach gans Pohlmann, der wieder sehr gut war und anschließend den total dichten Paolo Nutini. Fazit: Musik topp; Nutini flopp...Dann kam der große Moment, den der legendäre Slash betrat mit seiner Kappelle "Velvet Revolver" die Centerstage. Sehr gutes Konzert. Um viertel vor Zehn war das letzte Highlight des Festivals. BelaFarinRod - auch bekannt als die Ärzte- rockten alles in Grund und Boden. Hervorstechend waren hierbei Farins allseits beliebten Publikumsanimationen. Heute war die Sitzlaola ganz vorne mit dabei. Auch das Dissen der verhassten Tribüne fand großen Zuspruch...am Ende sahen wir noch kurz Wir sind Helden, die uns mit "Von hier an Blind" von diesem Festival verabschiedeten. DANKE DAFÜR! Ganz großes Lied...
Danach ginsg nur noch ins Bett. Mehr ging nicht mehr. Meine Füße waren übelst von den Boots gef*ckt. Auf dem Rückweg fiel auf, dass viele Leute bereits das Campinggelände verlassen hatten. In mir stieg eine Vorahnung auf den nächsten morgen auf...
Genau diese Ahnung bestätigte sich: Der Krebsberg war ein Trümmerfeld. Wenn mal jemand den Woodstockfilm gesehen hat und sich an das Bild am Ende des Filmes erinnert wird eine grobe Vorstellung von dem haben wie es heute Morgen aussah...
Fix packten wir unsere Klamotten ins Auto und reisten ab....
Ein großartiges Wochenende ist vorbei...
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1 Kommentar:
Klingt nach einem spannenden Wochenende und einem berechtigten Grund, nicht mit nach Lloret gekommen zu sein.
Irgendwann, wenn ich groß bin, fahr ich da vielleicht auch mal hin.
Großes Kino.
Aber den Alkohol, den solltest du in Zukunft nicht so stark zu dir nehmen.
Glaub ich.
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